Prozessanlage für Spezial-Pech

PROJEKTÜBERSICHT

Prozessanlage für Spezial-Pech mit 450 °C Aufgabetemperatur und separaten Produktaufgaben für Flakes und Pastillen

In einem aktuellen Projekt wurde eine Prozessanlage zur Verarbeitung eines Hoch-Temperatur Spezial-Pechs realisiert. Die Anlage ist für Aufgabetemperaturen bis zu 450 °C ausgelegt und verfügt über zwei getrennte Produktaufgaben:

  1. Flake-Aufgabe
  2. Pastillen-Aufgabe

Hierdurch können zwei unterschiedliche Produktformen innerhalb eines Systems verarbeitet werden, jeweils mit eigenen thermischen und mechanischen Anforderungen.

 


TECHNISCHE SCHWERPUNKTE DER ANLAGENAUSLEGUNG

1. Bandwerkstoff und thermische Beständigkeit

Die Auswahl des geeigneten Stahlbandes war ein zentraler Aspekt.
Zu berücksichtigen waren:

  • Temperaturbeständigkeit bis 450 °C
  • Maßhaltigkeit trotz thermischer Ausdehnung
  • thermische Ermüdung und Bandlebensdauer

 

 

2. Bandführung unter hohen Temperaturen

Bei 450 °C ändern sich die Spannungsverhältnisse im Band erheblich.
Die Konstruktion umfasste:

  • temperaturkompensierte Bandspannung
  • präzise Tracking-Systeme
  • optimierte Umlenkungen und Lagerungen
  • Schutz vor thermisch induzierten Schiefstellungen

 

3. Kühlsystem für kontrollierten Wärmeübergang

Flakes und Pastillen unterscheiden sich deutlich im Wärmeübergang.
Daher wurde ein abgestimmtes Kühlsystem entwickelt:

  • Segmentierte und verbesserte Kühlzonen
  • einstellbare Kühlwasserparameter
  • definierte Abkühlprofile für beide Produktformen
  • Kontrolle der Oberflächen- und Kerntemperatur

 

4. Absaugung flüchtiger Komponenten

Beim Verarbeiten von Spezial-Pech entstehen flüchtige Stoffe, die zuverlässig abgeführt werden müssen.

 

5. Separierte Produktaufgaben: Flakes vs. Pastillen

Die Integration zweier Produktaufgabesysteme erfordert abgestimmte Prozesse:

Flakes:

  • breite, dünne Schichten
  • hoher Wärmeübergang
  • kontrollierte Belegung des Bandes mit Produkt über die gesamte Kühlbreite

Pastillen:

  • definierte Tropfengröße
  • präzise Tropfenbildung mit unserem Aufgabesystem Rollosizer mit elektrischer Begleitheizung

Beide Prozesse sind unabhängig voneinander steuerbar.


FAZIT

Das Projekt zeigt, welche technische Detailtiefe erforderlich ist, wenn Materialien mit hohen thermischen Belastungen und unterschiedlichen Produktformen auf einer Kühlbandanlage verarbeitet werden sollen.

Die Anlage kombiniert:

  • Hochtemperatur-Auslegung,
  • prozessgenaue Bandtechnik,
  • flexible Produktaufgaben,
  • und ein abgestimmtes thermisches Gesamtkonzept.

Das KAISER – Team hilft Ihnen gerne wenn Sie ein ähnliche oder vergleichbare Anforderung haben. Zögern Sie nicht, uns noch heute anzusprechen.