MALEINSÄUREANHYDRID

Maleinsäureanhydrid

Pastillierung von Maleinsäureanhydrid – eine Technologie, die von uns vor über 70 Jahren genau für dieses Produkt entwickelt wurde

Die industrielle Pastillierung, d.h. die Verfestigung von Schmelzen auf endlos umlaufenden Bändern,  wurde von Herrn Günter Kaiser vor mehr als sieben Jahrzehnten für ein einziges, besonders anspruchsvolles Produkt entwickelt: Maleinsäureanhydrid (MSA).

 

Mit seinem niedrigen Schmelzpunkt von rund 53 °C, der außergewöhnlich geringen Viskosität im flüssigen Zustand und seiner hohen Reaktivität stellte MSA die damalige Verfahrenstechnik vor bislang ungelöste Herausforderungen. Zudem ist MSA als Schmelze wie auch als Staub eindeutig gesundheitsschädlich.

 

Gerade der feine MSA-Staub kann Atemwege reizen, Sensibilisierungen hervorrufen und stellt in Produktion und Logistik ein relevantes Expositionsrisiko dar. Aus dieser Herausforderung entstand die Pastillation – und sie bildet bis heute die Kerntechnologie, auf die wir bei KAISER seit über 70 Jahren spezialisiert sind.

 


Warum Pastillierung?

MSA wird weltweit entweder: 

  • als heiße Schmelze direkt weiterverarbeitet oder in beizten Behältnissen transportiert, oder 
  • in fester Form transportiert, gelagert und dosiert. 

 

Für die Verfestigung existieren drei grundlegende Verfahren:

  • Flakes (Schuppen),
  • Pastillieren und
  • Brikettieren.  

 

Doch nur das KAISER Pastillierverfahren erfüllt zuverlässig die Anforderungen an Staubfreiheit, Stabilität, Anlagenreinheit. 

Nur das KAISER-ZN-System erzeugt absolut staubfreie und hochbruchfeste Pastillen!   

 

Konventionelle rotierende Pastilliersysteme oder Tropftechnologien erreichen bei MSA zwei entscheidende Qualitätskriterien nicht zuverlässig: 

  1. absolute Staubfreiheit, 
  2. hohe mechanische Festigkeit.   

Dabei ist Staub bei MSA nicht nur prozesstechnisch problematisch, sondern auch ein wesentliches Gesundheitsrisiko: Feinanteile können bei Transport, Umschlag oder Abfüllung freigesetzt werden und unmittelbare Belastungen verursachen.   

 

Das stationäre KAISER-ZN-Pastilliersystem gewährleistet: 

  • vollständig staubfreie Pastillen 
  • überragende Bruchfestigkeit ohne Abrieb 
  • höchste Form- und Größenkonstanz 
  • ausgezeichnetes Fließverhalten in Silos, Big-Bags und Förderanlagen   

Für ein Produkt wie MSA, das sowohl reaktiv als auch gesundheitlich kritisch ist, ist diese Produktqualität entscheidend.


Gasdichte, feuchtefreie Anlagen – nur mit KAISER realisierbar

MSA reagiert sofort und vollständig mit Wasser:

MSA + H2O   →   Maleinsäure  

 

Bereits geringe Umgebungsfeuchte kann zu:

  • Produktdegradation,
  • Anlagenverunreinigungen,
  • Korrosion,
  • erneutem Staubanfall und
  • Gesundheitsrisiken führen.

 

Nur das KAISER-ZN-System ermöglicht:

  • vollständig gasdichte Prozesskammern
  • Betrieb mit Trockenluft oder Inertgas
  • absolute Ausschaltung von Feuchtigkeitseintrag
  • maximale Sicherheit, Reinheit und Prozesskontrolle

Andere Pastillierverfahren – insbesondere rotierende – lassen sich konstruktionsbedingt nicht vollständig abdichten. Für MSA ist dieser Unterschied entscheidend.


Vorteile der Pastillation gegenüber dem Brikettierverfahren

Das Brikettieren erscheint zunächst robust, bringt jedoch deutliche Nachteile mit sich:

  • Mehrstufiger Prozess: Flakes → Zerkleinerung → Kompaktierung
  • Staubbildung: Feinstoffe entstehen beim Zerkleinern und während der Verdichtung
  • Gesundheitsrisiko: entstehender MSA-Staub ist gesundheitsschädlich
  • Bruchanfälligkeit: Briketts erzeugen beim Handling erneut Staub
  • Hoher Energieverbrauch: mechanische Verdichtung erfordert erheblichen Energieeinsatz
  • Geringere Homogenität: unregelmäßige Brikettformen verschlechtern das Fließverhalten
  • Hoher Verschleiß: Presswerkzeuge müssen regelmäßig ersetzt werden
  • Aufwendige Reinigung: viele Totzonen, schwierige Produktwechsel
  • Großer Anlagenaufbau: Zerkleinerer, Siebe, Pressen und Entstauber führen zu einem hohen vertikalen Anlagenlayout mit höheren Investitionskosten und komplexerer Gebäudestruktur

Im Vergleich dazu bietet die KAISER-Pastillation eine saubere, sichere, energieeffiziente und produktschonende Lösung – in nur einem einzigen kontinuierlichen Verfahrensschritt.


Fazit

Die Pastillation wurde ursprünglich für Maleinsäureanhydrid entwickelt – und wir haben diese Technologie über mehr als 70 Jahre hinweg zur Perfektion geführt.

Für Hersteller, die höchste Anforderungen an:

  • Staubfreiheit,
  • Gesundheitsschutz,
  • Bruchfestigkeit,
  • Feuchteabschirmung, und
  • Prozesssicherheit stellen,

bietet das KAISER-ZN-System eine technologisch überlegene und wirtschaftlich überzeugende Lösung.


Das KAISER – Team hilft Ihnen gerne wenn Sie ein ähnliche oder vergleichbare Anforderung haben. Zögern Sie nicht, uns noch heute anzusprechen.